Sanierung des FC St.Gallen: Realismus statt unfinanzierbare Träume

Medienmitteilung

Sanierung des FC St.Gallen: Realismus statt unfinanzierbare Träume

Für die GLP ist klar, dass der FC St.Gallen auf eine langfristig tragbare Basis gestellt werden muss, allerdings nicht auf Kosten der Steuerzahler. Werden die Steuergelder nach dem Motto „too political to fail“ zweckentfremdet?

Folgende Punkte sind zu berücksichtigen

  1. Der FC St. Gallen ist ein Stück St.Gallen. Er ist Identifikationsobjekt und ein wichtiges Element des gesellschaftlichen Lebens der Region.
  2. Der FC St.Gallen in seiner heutigen Konstellation ist, wie die regelmässigen Bettelaktionen zeigen, kein überlebensfähiges Konstrukt

Für die Grünliberalen ist klar, dass in einem ersten Schritt die Altlasten durch deren Verursacher übernommen werden müssen. Bei einem allfälligen Konkurs einer der Gesellschaften besteht zwar das Risiko, dass der Steuerzahler die unbezahlten (Sicherheits-) Rechnungen berappen muss, aber teurer dürfen den Steuerzahler die Altlasten nicht zu stehen kommen.

 

Ein Neustart muss folgende Punkte beinhalten

  1. Nach dem Abarbeiten der Altlasten ist ein neues Führungsteam mit betriebswirtschaftlicher Kompetenz zu ernennen: Professionelles Verhalten ist nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz nötig.
  2. Allfällige öffentliche Mittel dürfen nur fliessen, wenn Transparenz in Bezug auf die Organisation (alle drei heutigen Gesellschaften!) herrscht und sämtliche Geschäftspläne offen auf dem Tisch liegen. Um es klar und deutlich zu sagen, das tönt nicht nur nach Bevormundung, sondern ist teilweise eine solche, doch jede andere Haltung bedeutet nach den gemachten Erfahrungen einen unverantwortlichen Umgang mit Steuergeldern.
  3. Sollten Steuergelder für den Neustart eingesetzt werden müssen, so sind diese vor jeglichen Zusagen an klare Auflagen zu binden

a. Die Steuerzahler aus der Stadt erhalten einen Sitz in den entsprechenden Gremien (Verwaltungsräten).
b. Es herrscht Transparenz über Einnahmen und Ausgaben sowie alle finanziellen Ströme zwischen den verschiedenen Gesellschaften.
c. Es dürfen für den Fussballbetrieb nur Budgets verabschiedet werden, welche keinen Verlust vorsehen und bei welchen sämtliche Einnahmen von Sponsoren in Verträgen abgesichert sind – Versprechungen / Hoffnungen dürfen nicht mehr budgetiert werden.
d. Es gibt keine verdeckten Subventionen – sämtliche Kosten für den Steuerzahler werden sauber ausgewiesen und allenfalls als Teil der städtischen Unterstützung ausgewiesen.

 

Die meisten Grünliberalen Parteimitglieder und Sympathisanten sind glühende FCSG-Fans, doch gleichzeitig ist allen klar, dass nicht nur für Fussballspieler, sondern auch für Fussballfunktionäre klare Regeln gelten müssen. Unverantwortliches und unprofessionelles Verhalten hat weder auf, noch neben dem Platz seine Berechtigung. Sollte sich zeigen, dass die finanziellen Mittel für einen langfristig stabilen Betrieb in der obersten Liga nicht ausreichen, ist ein Abstieg aus in Kauf zu nehmen.