Nachdem ein erster Zwischenbericht diese Fragen nicht plausibel zu beantworten vermochte, werden die Analysen vertieft. Dabei sind die extrem intransparenten Unterlagen und Informationen leider keine grosse Hilfe. Im Zentrum steht die Frage, wer von den anderen Geldgebern (Banken, private Darlehen) welche Last trägt, respektive nicht trägt. Auf diese Frage geben die Unterlagen keine Antwort: es fehlt eine Übersicht über Geldgeber, welche sich an der Sanierung nicht beteiligen. Bei den an der Sanierung beteiligten Parteien zeigen die offiziellen Unterlagen lediglich die von der Sanierung betroffenen Positionen. Es fehlt aber jeglicher Hinweis darauf, ob die gleichen Geldgeber Positionen in der Bilanz haben, welche von der Sanierung verschont bleiben.
Weiter fällt auf, dass sich mit Ausnahme der Stadt (und des Kantons) die beteiligten Banken und privaten Darlehensgeber die Sanierung mittels Gegenleistungen (Reduktion des restlichen Risikos, Rückstufung auf nachrangiges Darlehen und Dienstleistungen) abfedern lassen.
Der Vorstand der Grünliberalen Stadt St.Gallen fordert Transparenz um beurteilen zu können, ob die Steuergelder im Vergleich zu den Beiträgen der anderen Sanierungspartnern verhältnismässig beteiligt sind. Sollte diese Transparenz in den nächsten Wochen nur ungenügend hergestellt werden oder das Resultat der Analyse negativ sein, wird der Vorstand der Mitgliederversammlung empfehlen, das Referendum zu ergreifen. Gleichzeitig bekräftigt der glp-Vorstand, dass der FC St. Gallen als regionales Identifikationsobjekt von grossem Wert ist und es ausgesprochen zu begrüssen wäre, wenn eine nachhaltige Sanierung der unbefriedigenden Situation gelingen würde.