Die GLP sieht die im Tagblatt vom 22. Juni 2013 veröffentlichte Idee als Denkanstoss welcher bewusst nicht bis ins letzte Detail ausformuliert ist. Dies ist die Aufgabe der entsprechenden Fachstellen. Von diesen wurden nun aber bewusst die schlechtmöglichsten Massnahmen zur Umsetzung der Idee benannt – ohne die Idee eingehend zu prüfen So wurden Massnahmen und Auswirkungen formuliert, die unter anderem städtebaulich eine Verschlechterung und damit garantierte Opposition mit sich bringen würden. Zur Begründung der Vorbehalte wurden sogar jene Problemstellungen angeführt, die von der glp selber als Knackpunkte bezeichnet wurden. Einige dieser Probleme sind übrigens die gleichen wie bei der Teilspange, so muss auch diese die Bahngeleise unterirdisch queren. Für die Verkehrsgruppe der glp ist es z.B. unverständlich, weshalb jemand von 10 Rampen spricht wenn die eingebrachte Vision von 3 bis 6 Rampen ausgeht.
Damit entsteht bei den Initianten der Eindruck, dass man ohne Rücksicht auf die lokalen Meinungen und Interessen etwas „durchboxen“ und die Bürgerinnen und Bürger undemokratisch vor vollendete Tatsachen stellen will. Dabei ist allgemein bekannt, dass kaum jemand die zentrale Entwicklungsreserve Güterbahnhof für etwas opfern will, was die bekannten Probleme verlagert statt löst.
Bei der von den Tiefbauämtern kommunizierten Haltung stellt sich die Frage, welche Interessen die Verwaltung verfolgt und welche Ziele wirklich im öffentlichen Interesse lägen. In einer Stadt deren Verkehrsreglement vom Volk beschlossen wurde, müsste die Verwaltung logischerweise eine nachhaltige Verkehrspolitik verfolgen. Die bisherige, teure Teilspangen-Idee bringt keine relevante Verbesserung der bereits heute prekären Situation für den öffentlichen und den Langsam-Verkehr.
Daher ist es wenig zielführend, vielversprechendere Ideen gleich mit Pauschalisierungen und den schlechtmöglichsten Umsetzungsannahmen zu torpedieren. Zumindest eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Pros und Kontras sollte in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Fachstellen möglich sein. Die glp und bestimmt auch weitere Gruppierungen freuen sich auf eine offene und transparente Diskussion um ein Grossvorhaben, welches die Stadt für Jahrzehnte prägen wird.