Einleitend erfuhren die Mitglieder der Grünliberalen Partei viel Interessantes über die Möglichkeiten zur Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus. Direktionssekretär Alfred Kömme erläuterte seitens der Stadtverwaltung, welche Möglichkeiten die Stadt bisher hatte, um sozialen Wohnbau zu fördern und einkommensschwache Personen zu unterstützen. In der Folge erläuterte Bettina Surber aus Sicht des Initiativkomitees die aktuelle Situation in der Stadt St.Gallen.
Die Grünliberalen erachten die Unterstützung bzw. Förderung des gemeinnützigen Wohnbaus als wichtig. Gerade Genossenschaften verwirklichen immer mehr zukunftsträchtige Wohnformen wie generationendurchmischtes Wohnen und autofreie Siedlungen; Wohnformen, welche den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Natur und Mensch fördern und so grünliberale Kernanliegen in der Praxis umsetzen. Solche Projekte fehlen aktuell in der Stadt St.Gallen und sollten unbedingt vermehrt angestossen werden. Inhaltlich unterscheiden sich die beiden Vorlagen lediglich in der Art ihrer Finanzierung. Diesbezüglich schneidet aus finanzpolitischer Sicht die Bildung eines Fonds jedoch klar schlechter ab als die laufende Finanzierung des tatsächlich Benötigten. Wird ein Fonds gebildet und dieses Geld mehrere Jahre nicht oder nur in geringem Masse gebraucht, liegt das Geld mit schlechter Verzinsung auf einem Bankkonto, wobei es eigentlich sinnvoller eingesetzt werden könnte.
In der Folge beschlossen die Grünliberalen einstimmig die JA-Parole zum Gegenvorschlag. Weiter unterstützt auch eine Mehrheit der Grünliberalen, im Sinne des grundsätzlichen Anliegens der Förderung von gemeinnützigem Wohnbau, die Initiative zur Wohnbauförderung. Werden Initiative wie auch Gegenvorschlag angenommen, so sprechen sich die Grünliberalen einstimmig für den Gegenvorschlag von Stadtrat und Parlament aus. Denn aus nachhaltiger Sicht sollten die vielerorts knappen Finanzressourcen nicht in einem Fonds zufälligen Umfangs blockiert, sondern bedarfsgerechtdann gesprochen werden, wenn sie wirklich benötigt werden.