Erfreulicherweise hatte St.Gallen den Mut, ein Projekt mit ungewissem Ausgang anzupacken. Leider wird dieser Mut nun nicht mit dem maximal erhoffbaren Ergebnis belohnt. Trotzdem scheinen gewisse Nutzungen der Energie aus der Tiefe möglich, sei dies nun heisses Wasser und/oder Gas zu fördern. Es wäre ein Schildbürgerstreich, nach den bereits getätigten Investitionen das Projekt einfach abzubrechen. Weitere Abklärungen ob und wie das Potential optimal genutzt werden könnte, begrüsst die GLP. Falls die Abklärungen ergeben, dass auch die Nutzung des gefundenen Gases möglich ist, so befürwortet dies die GLP um damit importiertes Gas zu ersetzen. Wenn möglich sollte das Gas über ein Blockheizkraftwerk genutzt werden, damit nebst Wärme auch die höherwertige Energieform Strom produziert wird. Auf keinen Fall aber sollte mit diesem lokalen Gasfund die Nutzung fossilen Erdgases forciert werden.
Erfreut zeigen sich die Grünliberalen, dass die gewonnen Erkenntnisse als positiv für Projekte an anderen Standorten zu werten sind. Dies zeigt, dass sich der St. Galler Mut gelohnt hat. Es hat wohl noch keine Technologie gegeben, bei der sämtliche Pionier-Versuche von vollständigem Erfolg gekrönt waren. Ohne Investitionen in neue Technologien wird aber der Atomausstieg nicht gelingen.
Mit den getätigten Investitionen und den gewonnen Erkenntnissen und Erfahrungen konnten die St.Galler Stadtwerke wichtiges Knowhow aufbauen. Die glp hofft, dass dieses Wissen nun auch zu Gunsten weiterer Projekte eingesetzt werden kann.
Ergänzend zur Erhöhung der Energieproduktion aus erneuerbaren Energien sieht die glp ein grosses Potenzial im Bereich der Energieeffizienz. So sollten die Bemühungen im Bereich Gebäudesanierung noch verstärkt werden. Weiter würde die glp begrüssen, wenn insbesondere KMUs bei der Realisierung des wirtschaftlichen Effizienzpotenzials (im Bereich Strom und Wärme) unterstützt werden.