Grünliberale knüpfen Unterstützung der Flade an Bedingungen

Medienmitteilung

Grünliberale knüpfen Unterstützung der Flade an Bedingungen

Die Grünliberalen unterstützen eine finanzielle Beteiligung der Stadt an der Flade, wenn diese bereit ist von der Stadt St.Gallen subventionierte Schulplätze städtischen Schülerinnen und Schülern ohne Bedingungen zur Verfügung zu stellen.

Durch den Wegfall der kantonalen Beiträge an die katholische Sekundarschule Flade entsteht für diese eine finanzielle Lücke, welche auf Antrag der Flade durch die Stadt St. Gallen gedeckt werden soll. Die GLP steht diesem Antrag kritisch gegenüber. Sie befürwortet eine monetäre Beteiligung der Stadt nur unter Bedingungen. Hauptbedingung sind Aufnahmekriterien, welche denjenigen der städtischen Volksschulen gleichgesetzt sind und allen Schülerinnen und Schülern Chancengleichheit gewähren. Die Flade müsste Schüler unabhängig ihrer Glaubensausrichtung zulassen und bereit sein, eine Realschule ohne Aufnahme- und Auswahlkriterien einzuführen. Bei Schulplätzen, welche von der Stadt finanziert werden, dürften auch finanzielle Beiträge der Eltern kein Aufnahmekriterium mehr sein.

 

Die finanzielle Beteiligung der Stadt sollte nicht wie bis anhin eine Pauschalzahlung an die Flade sein. Die Beiträge müssen von der Anzahl städtischer Schülerinnen und Schüler an der Flade abhängig sein und maximal so hoch sein, wie die Stadt für einen Schüler an einer eigenen Schule ausgibt. Überdies ist es der glp ein Anliegen, dass die Stadt nicht zu Sonderzahlungen für zukünftig notwendige Investitionen an die Flade verpflichtet werden kann und auch keine Schulplätze ausserstädtischer Schüler mitfinanziert.
Falls sich mehr Schüler für einen Platz an der Flade anmelden, als diese zur Verfügung hat, soll im Sinne der Chancengleichheit ein Losverfahren zum Zuge kommen. Diese Regelung gilt wiederum auf die von der Stadt finanzierten Plätze.

 

Die Flade ist mit ihrer Geschichte, ihrer Verwurzelung in der Bevölkerung sowie ihrer Lage im Herzen der Stadt eine wichtige Institution. Dennoch oder gerade deshalb sollte es der Flade ein Anliegen sein, sich den neuen Gegebenheiten zu öffnen und die Chance zu ergreifen, eine Schule ohne Zugangskriterien zu werden. Andernfalls müsste aus Sicht der glp die Flade als Privatschule ohne finanzielle städtische Beteiligung weitergeführt werden.