St.Leonhard-Strasse – Oberer Graben: Der Fünfer und das Weggli

Medienmitteilung

St.Leonhard-Strasse – Oberer Graben: Der Fünfer und das Weggli

Das Projekt zur Neugestaltung der östlichen St.Leonhard-Strasse, des Platzes um den Broderbrunnen und des Oberen Grabens ist eine klare Aufwertung des St.Galler Stadtzentrums. Die Aufenthaltsqualität wird gesteigert, das Stadtklima verbessert und gleichzeitig der rollende wie der gehende Verkehr verflüssigt.

Der Strassenzug gewinnt durch die Umgestaltung und die Allee an Grosszügigkeit. Aus einer Schneise für den motorisierten Individualverkehr wird eine urbane Lebensader. Dabei profitieren die Aufenthaltsqualität und das Stadtklima, ohne dass der Verkehr eingedämmt wird. Die Eliminierung von Abbiegespuren verschafft der St.Leonhard-Strasse ein durchgehend einheitlicheres Bild. Davon profitiert das ganze historische Stickereiquartier. Der rollende Verkehr profitiert durch Verflüssigung, während auch der Fussverkehr mehr Flexibilität erhält, indem die Querung der Strasse fast überall ohne lange Wartezeiten an Rotlichtern ermöglicht wird. Unvermeidbare Kompromisse wie die Beibehaltung des lichtsignalgesteuerten Fussgängerübergangs Gutenbergstrasse wurden von den Verantwortlichen an der Präsentation des Projekts nachvollziehbar und gestützt mit Verkehrssimulationen erklärt.

 

Der so entstehende Baumboulevard macht das Flanieren zum Vergnügen. Das Stadtleben kann sich entwickeln, wie das Beispiel der Poststrasse eindrücklich zeigt.

 

Stärkung der Plätze

Der Rückbau der ehemaligen Busspur zugunsten von mehr Grün ist auch im Oberen Graben ein Gewinn, der sich auch positiv auf den im Projekt «Kugelmoss» genannten Platz vor dem künftigen Kreisgericht auswirkt. Die Begrünung und Chaussierung wird die Aufenthaltsqualität an diesem Ort massiv steigern.

 

Die Grünliberalen zeigen zwar Verständnis dafür, dass der Platz beim Schibenertor mit der Bauminsel aus dem Perimeter ausgeklammert wurde, fordern aber trotzdem baldige, wenn auch provisorische, Umgestaltungsmassnahmen. Die Aufhebung der Parkplätze unter den Bäume war richtig. Die Fläche aber gleichzeitig nicht umzunutzen – und sei es nur durch eine einfache Bepflanzung, war jedoch ein Fehler, der dazu führte, dass das Streichen der heute nicht mehr bewilligungsfähigen Parkplätze in manchen Kreisen nicht verstanden wurde. Die GLP sieht hier weiterhin die Konzentration des rollenden Verkehrs auf eine Seiten der Insel, währen die andere einer Platzgestaltung zugute kommen soll. Dabei sollen möglichst alle Bäume erhalten bleiben. Die Qualität dieses rechteckigen Platzes mit guter Besonnung und grossem Baumbestand in dessen Mitte wird unterschätzt. Nicht zufällig hat er sich in den letzten Jahren zu einem beliebtem Treffpunkt mit Aussengastronomie entwickelt.