JA zu rauchfreien Spielplätzen – für unsere Kinder, für unsere Zukunft

Medienmitteilung

JA zu rauchfreien Spielplätzen – für unsere Kinder, für unsere Zukunft

Kinder sollen auf Spielplätzen gefahrlos spielen können. Das Rauchverbot stellt sicher, dass keine Zigarettenstummel herumliegen und unsere Kinder vor den Auswirkungen des Rauchens geschützt werden. Rauchende Personen gehören nicht auf Spielplätze.

Es reicht nicht, dass einzig der gesunde Menschenverstand für den Schutz der Kinder verantwortlich ist. Blosse Bitten, nicht zu rauchen, zeigen oft keine Wirkung. Personen, die sich auf den Spielplätzen aufhalten, sollen ein Rauchverbot einfordern können und nicht nur auf Kulanz angewiesen sein.

 

Rauchen auf Kinderspielplätzen?

Diese Frage sollte sich heute nicht mehr stellen. An vielen Orten ist das Rauchen verboten: Auf Sportplätzen, in Schulen, im öV, in Restaurants, … und ausgerechnet auf Kinderspielplätzen gilt kein generelles Rauchverbot?!  Das ist zumindest der Wille des Stadtparla­ments. Über 1’400 Stimmberechtigte sind anderer Mei­nung und haben eine Initiative eingereicht. Sie finden: Rauchen am Sandkasten geht nicht. 

Die Kleinsten sind dem schädlichen Qualm schutzlos ausgeliefert. Sie können sich nicht wehren. Da­zu an einem Ort, der für sie erstellt und reserviert ist. Jährlich müssen in der Schweiz etliche Kinder behandelt werden, weil sie herumliegende Zigarettenstummel verschluckt haben. Zudem sind die Zigarettenstummel auch für die Umwelt schädlich. 

 

Die Argumente des Stadtparlaments überzeugen nicht. 

«Die Eltern müssen ja irgendwo rauchen!» Erstens nicht vor den Kindern und zweitens ginge das auch ausserhalb des Spielplatzes. 

 

«Irgendwo sollen sich die Jungen treffen können!» Spielplätze sind für Kinder. Andere Gruppierun­gen dürfen diese als Gäste benützen, aber nicht für sich in Anspruch nehmen. Wir wollen keine Abfälle, Scherben oder Zigarettenstummel auf dem Spielplatz. 

 

«Wer sich stört, soll die rauchende Person ansprechen und die Situation selbst regeln!» Leider sind nicht alle einsichtig und hören nur bei einem Verbot auf zu rauchen. An vielen Orten wird geraucht, auch wenn an das Nichtrauchen appelliert wird.  

 

«Ein Verbot muss kontrolliert werden!» Es wird keine eifrigen Kontrollen brauchen.  

 

«Es gilt bereits das Litteringverbot!» Putzaktionen zeigen eindrücklich, dass viele Zigarettenstummel auf den Spielplätzen liegen und eine Vergiftungsgefahr für Kleinkinder darstellen. 



Jacqueline Gasser-Beck, Stadtparlamentarierin (GLP):

«Rauchen auf Spielplätzen muss der Vergangenheit angehören.»

Es ist für mich unverständlich, dass wir im Jahr 2026 noch ernsthaft darüber debattieren müssen, ob auf Kinderspielplätzen geraucht werden darf. Wenn wir uns umsehen, ist das Rauchen an unzähligen Orten unseres Alltags längst und völlig selbstverständlich untersagt: in Schulen, auf Sportanlagen, in Restaurants und im öffentlichen Verkehr. Dass ausgerechnet dort, wo sich unsere Kleinsten aufhalten und spielen, kein generelles Rauchverbot gelten soll, ist schlicht nicht mehr zeitgemäss und völlig aus der Zeit gefallen.


Der blosse Appell an die Eigenverantwortung, wie ihn die Mehrheit des Stadtparlaments fordert, greift hier leider zu kurz. Die Realität auf unseren Spielplätzen zeigt ein anderes Bild: Bitten, auf das Rauchen zu verzichten, verhallen oft ungehört.

 

Spielplätze sind Schutzräume, die speziell für Kinder geschaffen wurden. Es geht hier nicht darum, erwachsene Personen aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen, sondern klare Prioritäten zu setzen: Der Schutz der Gesundheit unserer Kinder und eine saubere, sichere Spielumgebung müssen Schwerer wiegen als das Bedürfnis, genau an diesem Ort eine Zigarette zu rauchen. Es ist an der Zeit, dass wir auch in St.Gallen diesen längst überfälligen Schritt machen und ein klares Zeichen für eine zeitgemässe und kinderfreundliche Stadt setzen.