Grünliberale lancieren Solarprojekt in St.Gallen

Medienmitteilung

Grünliberale lancieren Solarprojekt in St.Gallen

Investitionen in erneuerbare Energien sollen einfach und kostengünstig werden. Ein Projekt der Grünliberalen Stadt St.Gallen will allen Einwohnern die Produktion von Solarstrom ermöglichen, auch wenn ihnen geeignete Dächer, Fachkenntnisse oder Investitionskapital fehlen. Möglich wird dies dank einer Genossenschaft, wie sie bereits in anderen Städten erfolgreich lanciert wurde. Die erste der geplanten Solaranlagen soll für rund 50 Haushalte Strom erzeugen und im Frühjahr 2012 in Betrieb gehen.

Atomkraft ist keine Option mehr. Diese Woche hat auch der Ständerat dem Ausstieg aus der Atomenergie zugestimmt; die Schweiz muss ihre Stromversorgung umbauen. Dies bietet die grosse Chance, die Wertschöpfung in der Region zu behalten.

 

Viele Privatpersonen würden gerne eigenen Solarstrom produzieren, doch es fehlt ihnen ein eigenes Dach (Mieter), eine geeignete Lage, das Kapital für die Anfangsinvestition oder die Zeit, sich mit aufwendigen Planungs- und Bewilligungsverfahren auseinanderzusetzen. Weitere Hindernisse sind die Betreuungs- und Unterhaltsarbeiten. Statt eine eigene Anlage zu erstellen, können sich dank der Initiative der Grünliberalen Stadt St.Gallen Privatpersonen an der Produktion von erneuerbaren Energien beteiligen; in beschränktem Umfang steht dies auch Unternehmen offen. Sie kaufen dabei Anteilsscheine einer Genossenschaft, welche neue Grossanlagen auf den Dächern St.Gallens erstellt. Damit wird sichergestellt, dass in St.Gallen zusätzliche Kapazität geschaffen wird und nicht nur schon bestehende Solarstromkapazitäten eingekauft werden werden.

 

Die Erstellung von grösseren Gemeinschaftsanlagen ist sinnvoll, da damit Solarstrom noch kostengünstiger erzeugt wird. Aus den Beiträgen der Genossenschafter werden Errichtung und Unterhalt der Anlagen finanziert; die gewonnene Energie wird ins Netz eingespeist und durch die St.Galler Stadtwerke vertrieben. Die Genossenschaftsanteile werden zu einem angemessenen Prozentsatz verzinst. Verschiedene Gemeinden in der Schweiz und vor allem in Deutschland haben solche Gemeinschaftsprojekte bereits erfolgreich lanciert.

 

Die Nutzung der Sonnenenergie, welche 28’000 mal mehr Energie liefert als die Menschheit verbraucht, könnte im Kanton St.Gallen verstärkt zu einem gewerblichen Standbein werden. Die von der glp St.Gallen lancierte Initiative macht’s vor. Die Projektverantwortlichen unter der Leitung von Sonja Lüthi sind momentan im Gespräch mit
verschiedenen Dachbesitzern. Am 17. Oktober wird das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Laufend aktualisierte Informationen für Interessierte gibt es auf www.solar-sg.ch.

 

Sonja Lüthi, Vize-Präsidentin Grünliberale Stadt St.Gallen und Nationalratskandidatin: „Am besten eignen sich für eine Gemeinschaftsanlage Dächer von Schulen, Fabrikhallen, landwirtschaftlichen Gebäuden und Einkaufszentren. Sie sind idealerweise 1000 bis 3000 m² gross, Wir führen momentan Gespräche mit Dachbesitzern und freuen uns, wenn weitere Interessenten auf uns zukommen.“
Am 17. Oktober informiert das Initiativkomitee über das Projekt im Restaurant Papagei. Aktuelle Informationen gibt es auf www.solar-sg.ch.

 

Res Schneider, Präsident Grünliberale Partei Stadt St.Gallen: „Wir Grünliberalen beweisen, dass wir unsere Politik aktiv in der Praxis umsetzen. Mit einer Grossanlage realisieren wir ein Projekt, welches auch ökonomisch gesehen Sinn macht. Bei uns wird eine normale Verzinsung des Kapitals angestrebt und allfällige Überschüsse werden wieder investiert. «